Frieden mit den Eltern - Geführte Meditation

Diese geführte Meditation wirkt auf einer tieferen (oder höheren) Ebene, und wirkt so auf unsere unterbewussten Prägungen. Sie lädt dich ein, deinen Eltern auf Seelenebene zu begegnen, jenseits von Rollen, Geschichten und Bewertungen, und alte emotionale Prägungen behutsam loszulassen.

Wenn du diese Meditation häufiger praktizierst – vergleichbar mit einer Form der Neu-Programmierung –, können diese Muster nach und nach an Kraft verlieren. Es entsteht Raum für inneren Frieden, emotionale Freiheit und eine reifere innere Beziehung zu deinen Eltern.

Finde einen ruhigen Ort. Lass die Heilung beginnen.


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Die innere Klärung der Elternbeziehung – ein ganzheitlicher Prozess

Die Beziehung eines Menschen zu seinen Eltern ist die erste Beziehung seines Lebens – und sie ist grundlegend. In den ersten Jahren sind die Eltern unsere ganze Welt. Wir orientieren uns vollständig an ihnen. Ihr Verhalten, ihre Einstellungen und ihre Erzählungen prägen in dieser frühen Zeit unser eigenes Welt- und Selbstbild. Vereinfacht gesagt: Unser Verhältnis zu unseren Eltern formt entscheidend, wer wir sind und wie wir uns selbst und die Welt erleben.

Entwicklungsbedingt ist es vorgesehen, dass wir uns in der Pubertät und im Erwachsenwerden innerlich von unseren Eltern lösen, eine eigene Identität entwickeln und ein eigenes Welt- und Selbstverständnis aufbauen. Dieser Prozess sollte idealerweise bewusst begleitet werden, sodass Verletzungen aus der Kindheit aufgearbeitet und geklärt werden können. Erst so kann sich ein neues, erwachsenes Verhältnis zu den Eltern entwickeln.

In unserer heutigen Gesellschaft gelingt dieser Schritt jedoch häufig nicht. Viele Menschen bleiben trotz äußerer Selbstständigkeit innerlich in Abhängigkeit von ihren Eltern verstrickt – mit all den ungeklärten Erfahrungen aus der Kindheit. Diese wirken meist unbewusst weiter und prägen Denken, Fühlen und Reagieren. Alte Muster bestimmen noch immer das Erleben und verhindern einen entspannten, erwachsenen und friedlichen Umgang mit den Eltern, in dem auch Dankbarkeit und Wertschätzung Raum finden könnten.

So stellen sich viele Menschen erst später im Leben dem Prozess der inneren Loslösung von ihren Eltern. Doch nur über diesen Weg ist es möglich, wirklich bei sich selbst anzukommen und die eigene Wahrheit zu leben. Ich durfte viele Menschen auf diesem Weg begleiten und Zeugin und Zeuge tiefgehender und befreiender Prozesse werden.

Diese Befreiung kann – und sollte – alle Ebenen des menschlichen Seins einbeziehen.

In der klassischen Psychotherapie richten wir den Blick auf Denk-, Gefühls- und Verhaltensmuster: Wie begegnen wir der Welt und anderen Menschen? Wie reagieren wir auf bestimmte Situationen? Wie sicher fühlen wir uns, wie gut können wir vertrauen? Wenn wir genau hinschauen, erkennen wir oft automatische und unbewusste Muster, die uns unfrei machen – und nicht selten sogar schädlich für uns sind.

Häufig lässt sich ihre Herkunft klar erkennen: Sie wurden durch frühe Erfahrungen in der Kindheit geprägt – durch das Verhalten der Eltern und unsere damaligen Anpassungs- und Überlebensstrategien. Und wir sehen, wie wir heute in ähnlichen Situationen noch immer wie das Kind von damals reagieren: Wir fühlen die alten Gefühle, denken die alten Gedanken und zeigen die alten Reaktionen.

Dieses Erkennen ist ein wesentlicher Schritt der Befreiung, denn Bewusstheit eröffnet die Möglichkeit, andere Wege zu wählen. Doch oft sind diese Muster tief im System verankert. Deshalb ist es hilfreich – manchmal sogar notwendig –, auch die körperliche und seelische Ebene in den Heilungsprozess einzubeziehen.

Viele Erfahrungen aus unserer Geschichte sind im Körper gespeichert. In körperorientierten Therapieformen können die mit den Eltern verbundenen Gefühle auf dieser Ebene durchlebt und gelöst werden. Dabei können intensive emotionale Prozesse entstehen, in denen Wut, Ärger, Verzweiflung oder Ohnmacht noch einmal ihren Ausdruck finden dürfen. Dieses erneute, bewusste Durchleben ist oft sehr heilsam und ermöglicht ein tiefes Loslassen.

Auf diese Weise gelangen wir innerlich auf Augenhöhe mit unseren Eltern. Wir begegnen ihnen als Erwachsene und sehen sie in ihrer Ganzheit – mit ihrer eigenen Geschichte und ihrem Schicksal. Die kindliche Erwartung, noch etwas bekommen zu müssen, darf sich lösen. Erst dann können Liebe, Dankbarkeit und Wertschätzung entstehen. Wer sich davon angesprochen fühlt, kann Angebote aus der Körperpsychotherapie in Betracht ziehen, etwa Bioenergetik, Somatic Experiencing oder NARM. Ich habe viele solcher Prozesse begleitet und kann sie aus tiefster Überzeugung empfehlen.

Auch die bewusste Einbeziehung der seelischen Ebene unterstützt diesen Befreiungsprozess. Das Erkennen und Spüren des wahren Selbst relativiert die Erfahrungen auf der persönlichen Ebene. Es wird erfahrbar, dass die Geschichten Teil der Biografie sind, den innersten Kern – die Seele – jedoch nicht verletzen. Wenn wir uns als Seele unseren Eltern als Seelen begegnen, wird eine tiefe Verbundenheit spürbar. Aus dieser Perspektive können Frieden und Dankbarkeit die Beziehung zu ihnen tragen.

Viel Freude!

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Endlich zu Hause ankommen